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Biogas-Optimierung in Ense

Optimierung ohne Stillstand

Nicht mehr Gas, sondern zu besseren Zeiten

Eberhard Hollmann, der seine Biogas-Anlage 2007 in Betrieb nahm, hat allerorts die richtigen Weichen gestellt: Die Anlage ist flexibel, gut integriert in den Betrieb und der Hof bereit für die Übernahme durch den Sohn.

Der Hof, das ist ein Ackerbau-Betrieb mit angeschlossener Schweinemast. Begonnen hat Hollmann mit Speiserestvergärung. Damals gab es noch einen Markt für Kofermenter. Als nach vier Jahren das Material stets knapper wurde, musste ein neues Konzept her. So stellte er 2012 mit einem neuen Fahrsilo auf Nawaro-Fütterung um: Neben Gülle und Festmist füttert er mit Mais und eigenen Zuckerrüben. Sein 370 kW Motor fuhr da noch mit 95% Auslastung. 

„Dass es mit der Biogas-Anlage kein Stehenbleiben gibt, war für mich von Anfang an klar. Es gibt immer etwas, das sich noch optimieren lässt.“

So war auch 2014 klar, dass Hollmann auf den Rat des Spezialisten hört. Bodo Drescher, damals noch bei MT Energie, riet Hollmann zur antizyklischen Stromproduktion. „Das war der entscheidende Tipp zur richtigen Zeit. Pünktlich zur Inbetriebnahme unseres Flex-BHKWs konnten wir die neu beschlossene Flexprämie dafür in Anspruch nehmen. Ohne die Beratung von Bodo Drescher wäre ich den Weg nicht gegangen.“ Ganz ohne Hürden ging das natürlich nicht. Als Flexibilisierer der ersten Stunde musste Hollmann die neue Betriebsweise den Behörden für die Genehmigung noch erklären: Nicht mehr Gas, sondern zu besseren Zeiten. 

 

Mit diesem Konzept fuhr Hollmann seither gut: Der neue 845er Motor fuhr 470 kW im Schnitt und produzierte die Wärme für den Schweinestall. Der kleine Motor sorgte für die Flexibilität und der neue Gasspeicher für kontinuierliches Gas. 

Stillstehen galt dennoch nicht: Mit der e2m fand Hollmann erneut Stellschrauben zur Optimierung. Anhand des Gasspeichervolumens und nach den Rahmenbedingungen der Anlage erstellt e2m nun einen optimierten Fahrplan, der die Laufzeiten mit den besten Börsenpreisen verschneidet. Nach diesem Fahrplan steuert e2m die Motoren an. Der große Motor startet nun 2- bis 3-mal am Tag, während der kleine für Notfälle bereitsteht. Die Arbeitseinsparung für die Planung und Steuerung der BHKW lohnt sich und mehr noch sprechen die Erlöse für sich. 

Ein optimaler Startpunkt für Hollmann Jr., der die Synergien der Biogasanlage auch in Zukunft für den Hof nutzen will.

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