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Abschaltbare Lasten

Systemstabilität, nachhaltige Erzeugung und Kosteneffizienz

Biogasanlagen als zuverlässige Motoren der Energiewende

  • EEG 2017
  • Regelbare Erzeugung
  • Systemstabilisierung

Neue Perspektiven für Bestandsbiogasanlagen

2016 hat der Gesetzgeber zahlreiche Reformen des Energierechts auf den Weg gebracht, u.a. auch eine Novellierung des EEG. Diese wird ab 1. Januar 2017 in Kraft treten und enthält nach einem enttäuschenden EEG 2014 endlich wieder positive Signale an die Biogasbranche, insbesondere für Betreiber von Bestandsanlagen.

Erweiterter Ausbaukorridor für Biogas

Der Gesetzgeber hat mit der Novelle die Notwendigkeit anerkannt, dass ein signifikanter Anteil von steuerbaren Biogasanlagen zur Gewährleistung der Gesamtsystemstabilität notwendig ist. Der Ausbaukorridor für Biogasanlagen wurde daher auf 150 MW pro Jahr für die Jahre 2017 bis 2019 und auf 200 MW für die Jahre 2020 bis 2022 angehoben – perspektivisch immerhin eine Verdoppelung des Ausbaukorridors von 100 MW im EEG 2014.

Technologiespezifische Ausschreibungen

Auch beim Thema „Ausschreibungen“ konnte ein Kompromiss gefunden werden: Anders als Wind- und Solarkraftanlagen, können Biogasanlagen mit ihren Grundkosten zur Stromerzeugung bei den momentan und sicher auch mittelfristig niedrigen Stromgroßhandelspreisen nicht wirtschaftlich betrieben werden. Mit technologiespezifischen Ausschreibungen hat der Gesetzgeber diese besonderen Gegebenheiten zur Kenntnis genommen. Ein Rückbau von Biogasanlagen nach dem Auslaufen ihrer Förderung wird damit zumindest ansatzweise, wenn auch bei weitem noch nicht im ausreichenden Maße, reduziert.

Flexibilitätspotenzial als zentrales Argument

Dieser Teilerfolg wurde jedoch nur dadurch erreicht, dass intensiv auf die Fähigkeit von Biogasanlagen hingewiesen wurde, kurzfristig Flexibilität für den Ausgleich der Netze zur Verfügung zu stellen und damit zur Stabilisierung der Energienetze beitragen zu können. Auch die e2m hat im Laufe des Gesetzgebungsprozesses für ihre Kunden Stellung bezogen und diese positiven Effekte herausgehoben.

Einschränkung der Bezuschussung

Dass die Zugeständnisse des Gesetzgebers an die Biogasbranche nur im Hinblick auf ihr Flexibilitätspotenzial zu sehen sind, zeigt sich insbesondere in den Zahlungsbedingungen für die Betreiber von Biogasanlagen nach der Zuschlagserteilung. Strom, der über der Höchstbemessungsleistung liegt, wird zukünftig nicht mehr bezuschusst. Bei Biogasanlagen liegt die Grenze bei 50% der Gebotsmenge, bei Anlagen, die feste Biomasse einsetzen, bei 80%. Damit werden verstärkt negative Anreize gesetzt, die für immer größere Flexibilitätsbänder bei den Betreibern sorgen sollen. Da die Gebotsmenge mit der installierten Leistung der Anlage gleichzusetzen ist, ist demzufolge maximal die Hälfte (bzw. 80%) des Stroms vergütungsfähig, der innerhalb eines Jahres bei voller Leistung erzeugt werden könnte.

Flexibilität schaffen und gewinnbringend bewirtschaften

Die Betreiber stehen nun vor der Herausforderung, Flexibilität kostengünstig zu schaffen und möglichst gewinnbringend zu bewirtschaften. Es hat sich gezeigt, dass Anlagenbetreiber und Aggregatoren in einer immer engeren gegenseitigen Interessenabhängigkeit stehen und den Herausforderungen der Zukunft nur gemeinsam entgegen treten können.

Mit ihrem Virtuellen Kraftwerk, den Zugängen zu den wesentlichen Handelsmärkten, der Zulassung für alle Regelenergieprodukte sowie ihrer jahrelangen Markterfahrung stellt die e2m Ihnen den perfekten Werkzeugkasten zur Verfügung, um auch im Strommarkt der Zukunft gemeinsam das bestmögliche Ergebnis im Betrieb von Biogasanlagen realisieren zu können.

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