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Kostenreduzierung und Nachhaltigkeit für Industrieunternehmen mit Batteriespeichern am Beispiel des Aluminium-Walzunternehmen Speira GmbH

 

Essen/Berlin/Leipzig. Auf der E-world 2023 stellten die drei Unternehmen Speira GmbH, EDF Renewables und Energy2market GmbH eine wegweisende Lösung für die Vermarktung von Flexibilität im industriellen Umfeld vor.

Seit November 2021 betreibt EDF Renewables als Full-Service-Anbieter ein intelligentes Batteriespeichersystem bei dem Aluminiumwalz- und Recyclingunternehmen Speira im Werk Hamburg und kann nach rund 1,5 Jahren ein durchweg positives Fazit ziehen. 272 Batterie-module liefern seither störungsfrei 1,6 MW Leistung für eine Stunde – genug Power, um mithilfe eines intelligenten Lastmanagements den Netzbetreiber bei der Stabilisierung des Stromnetzes zu unterstützen, ohne die Produktionsabläufe des Unternehmens zu beeinflussen. Die Batterie hat es Speira wie geplant ermöglicht, von der atypischen Netznutzung zu profitieren, indem sie die Lastspitzen in den Hochlastzeitfenstern des Netzbetreibers reduziert (Peak Shaving) und dadurch die Energiekosten des Unternehmens senkt.

Die e2m, Energy to Market, zeigt sich in dieser Dreierkonstellation verantwortlich für die Vermarktung der Flexibilität an den Regelenergiemärkten und sicherte den technischen und regulatorischen Zugang zum Regelenergiemarkt – in diesem Fall zur Primäregelleistung.  

EDF Renewables steuert von der Last- und Standortanalyse bis zu Installation, Betrieb und Wartung auch die Finanzierung und das Recycling der Speira-Batterien. Damit entfallen sämtliche Investitionskosten und -risiken für Unternehmen wie Speira, die sich für ein Batteriespeichersystem entscheiden.

Die Netzentgelte machen durchschnittlich 20% der Gesamtstromkosten aus. Dieser Anteil kann durch Lastverschiebung oder Lastspitzenkappung reduziert werden – denn Netzbetreiber incentivieren Unternehmen mit reduzierten Entgelten, die aktiv zur Netzstabilität beitragen.

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Hintergrundinformationen

 

Batteriespeicher sind Multitalente

Die Batteriespeicher werden für einen Teil der Zeit für die Lastspitzenkappung oder -verschiebung verwendet und nehmen in der verbleibenden Zeit am Regelenergiemarkt teil. Regelenergie wird benötigt, um Schwankungen im Stromnetz auszugleichen und die Netzstabilität zu gewährleisten. Das deutsche Stromnetz muss jederzeit auf einer Frequenz von 50 Hertz gehalten werden, um die Versorgungssicherheit aller Verbraucher zu gewährleisten. Da Batteriespeicher in der Lage sind, überschüssigen Strom innerhalb von Sekunden aufzunehmen oder zur Verfügung zu stellen, eignen sie sich perfekt für die Bereitstellung von Primärregelleistung, also den schnellen und kurzfristigen Ausgleich von Stromschwankungen im Netz. Die Bereitstellung von Regelenergie wird vergütet, die Teilnahme am Regelenergiemarkt bietet also zusätzliche Vermarktungsoptionen und somit Einnahmen.

 

Batteriespeicher lohnen sich

Ein effizientes Energiemanagement spart Industrieunternehmen Stromkosten. Mit dem Einsatz von leistungsfähigen Batteriespeichern profitieren nun auch Unternehmen, für die ein Lastmanagement bislang nicht realisierbar war, weil Produktionsabläufe nicht gestört oder unterbrochen werden dürfen. Die Batterien ermöglichen neben der Lastspitzenkappung (Peak Shaving) auch eine sogenannte atypische Netznutzung, da sie Strom speichern und ihn in den vom Netzbetreiber definierten Zeiträumen (Hochlastzeitfenster) dem Unternehmen bereitstellen.

 

Batteriespeicher unterstützen die Energiewende

Intelligente Energiespeicher tragen maßgeblich zum Gelingen der Energiewende bei. Sie gewährleisten die Versorgungssicherheit aller Verbraucher, indem sie helfen, das Stromsystem angesichts des zunehmenden Anteils erneuerbarer Energieträger wie Wind und Sonne steuerbar zu halten. Stromerzeugung und -verbrauch sind zunehmend regional ungleich verteilt, die Erträge aus Photovoltaik und Windkraft schwanken zudem wetterabhängig. Batteriespeicher helfen, dies auszugleichen, weil sie lokal bzw. regional einsetzbar sind, das regionale Netz in den Hochlastzeit-fenstern entlasten und durch die Bereitstellung von Primärregelleistung das Stromnetz stabilisieren. Sie tragen dazu bei, den Bedarf am kostenintensiven Ausbau der Transport- und Verteilnetze zu senken. Batteriespeicher gelten deshalb als eine Schlüsseltechnologie der Energiewende, weil sie dezentral und flexibel einsetzbar sind.

 

Foto

Bildunterschrift: Industrielle Speicherlösungen am Beispiel der Speira GmbH gewinnen an Bedeutung, Bildquelle: e2m Energy to Market

 

Über Speira
Speira ist ein globales Aluminiumwalz- und Recyclingunternehmen mit sieben Produktionsstätten und einem Forschungs- und Entwicklungszentrum. Zu den Standorten in Deutschland und Norwegen gehören mit Alunorf das größte Aluminiumwalzwerk der Welt, Grevenbroich, der weltweit größte Aluminiumveredelungsbetrieb, sowie mehrere internationale Vertriebsniederlassungen. Speira beschäftigt rund 5.000 Mitarbeiter, hauptsächlich in Deutschland und Norwegen.

Speira stützt seine Aktivitäten auf über ein Jahrhundert Erfahrung im Bereich des Aluminiumwalzens und -recyclings sowie auf technische Expertise im Bereich der Aluminiumprodukte. Für weitere Informationen über Speira besuchen Sie bitte www.speira.com.

 

Über EDF Renewables

Die Batteriespeicherlösung wird durch EDF Renewables Storage Deutschland GmbH umgesetzt, die zu EDF Renewables in Deutschland gehört. Durch innovative Energiedienstleistungen und den Einsatz von Batteriespeichersystemen werden Industrie und Gewerbe unterstützt, energieeffizient zu wirtschaften und Stromkosten zu sparen. Als Bestandteil der EDF Renewables Gruppe kann EDF Renewables in Deutschland auf umfangreiche Erfahrungen und Technologien bei Entwicklung, Installation, Integration und Betrieb von Batteriespeichersystemen zurückgreifen. EDF Renewables hat in den USA, Großbritannien und Frankreich bereits zahlreiche Speicher jeder Größe gebaut und entwickelt sein Geschäftsmodell beständig weiter.

www.edf-re.de

 

Über die e2m

Für das Gelingen der Energiewende ist die Flexibilisierung von Stromerzeugung und -verbrauch von essenzieller Bedeutung, um die Stabilität des Stromsystems und damit die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Hierfür leistet die e2m einen entscheidenden Beitrag: Der Energieaggregator erschließt die Flexibilität dezentraler Erzeugungs- und Verbrauchsanlagen und ebnet diesen den Weg in den Markt. Als Pionier und Marktführer in der Vermarktung und Optimierung von Biogasanlagen und Batteriespeichern stellt das Energiehandelsunternehmen dies täglich unter Beweis.

Die e2m verfügt über sämtliche relevanten Handelszugänge, um dezentrale Technologien mittels ihres Virtuellen Kraftwerks zu bündeln, zu steuern und in den Strommarkt zu integrieren – Erneuerbare-Energien-Anlagen ebenso wie Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung oder große Industrieverbraucher. Mit dem Multimarkt-Ansatz und unter Anwendung eigener, modernster Analysesoftware sichert der Energiedienstleister die bestmögliche Platzierung und Vermarktung der bereitgestellten Flexibilität auf Erzeuger- und Verbraucherseite. Die e2m lebt damit schon heute den Energiemarkt der Zukunft.

Als größter Direktvermarkter für Energie und größter Poolanbieter für Regelenergie arbeitet das Unternehmen ergebnisorientiert, transparent und auf Augenhöhe mit Kunden und Partnern. Mithilfe ihrer innovativen Anwendungen gewährleistet die e2m die Integration ihrer Kunden in den Energiemarkt. Das Energiehandelsunternehmen setzt nicht nur in Deutschland Maßstäbe bei der Gestaltung dezentraler und regenerativer Energiesysteme. Dessen eigenes Virtuelles Kraftwerk ist bereits in mehreren Ländern im Einsatz und wird kontinuierlich weiterentwickelt, um den Umstieg auf Erneuerbare Energien weltweit voranzutreiben.

Für mehr Informationen: www.e2m.energy

 

Pressekontakt

Bettina Duske

Pressekontakt, Head of Communications presse@edf-re.de

Michael Richter

Pressekontakt, Teamleiter Marketing & Kommunikation, michael.richter@e2m.energy

 

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