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Systemstabilisierender Beitrag zur Regelenergie

Bioenergie Stoetze optimiert die BHKW - Fahrweise und trägt damit zur Versorgungssicherheit bei

Die Ziele sind ehrgeizig: bis 2050 soll der Anteil der Erneuerbaren Energien (EE) an der Stromversorgung bei mindestens 80% liegen. Neben der reinen Stromproduktion werden die EE dabei auch einen bedeutenden netzstabilisierenden Beitrag zur Regelenergie leisten müssen. Dies gibt Biogasanlagen (BGA) als schon heute hoch flexiblen Anlagen eine zentrale Rolle bei der Gewährleistung der Versorgungssicherheit. Wie dies praktisch funktioniert, zeigt die innovative Lösung der Bioenergie Stoetze GmbH & Co. KG in Niedersachsen, die über das Handelshaus Energy2market (e2m) vermarktet wird. Durch die gezielte Optimierung und Auslegung der mittlerweile vier Blockheizkraftwerke (BHKW) hilft die BGA nun, mögliche Lücken bei der Wind- und Photovoltaik- Einspeiseleistung im Netzgebiet auszugleichen.

Michael Borgard, Mitglied des Betreiberrats des Fachverbands Biogas e.V. und Geschäftsführer der Biogas Stoetze GmbH & Co. KG, freut sich insbesondere über die Unterstützung des regionalen Verteilnetzbetreibers: „Ohne die pragmatische Rückendeckung der Celle-Uelzen Netz GmbH hätten wir dieAnlage nicht systemdienlich auslegen können“. Borgard betont auch die gute Zusammenarbeit mit den BHKW-Herstellern GE Jenbacher und 2G, die seine BHKW für die neue Betriebsweise optimiert haben. „Insbesondere die Fähigkeit, dass nun über die Motoren Primärregelleistung mit einer Regelgeschwindigkeit von 1%/Sek. möglich ist, hat mich beeindruckt. Nur in der Zusammenarbeit mit allen beteiligten Firmen konnten wir diese Lösung erreichen. Dazu gehört für mich auch die e2m, ohne deren Vermarktungskompetenz und technischen Sachverstand wir nicht so weit gekommen wären“.

Regionale Zusammenarbeit–Bioenergie Stoetze und Celle-Uelzen Netz setzen Maßstäbe.

Neben der Erbringung von Regelenergie (PRL) zur Frequenzhaltung kann über die Anlage, deren installierte Leistung von 0,97 MW auf 1,87 MW erhöht wurde, nun auch Blindleistung zur Spannungshaltung erbracht werden. Notwendig wurde das, da im betreffenden Netzabschnitt – bedingt durch den extremen Ausbau an Windkraft- und Photovoltaikanlagen – die Spannungsgrenzen von 21,5 kV nicht mehr eingehalten werden konnte. Die zukunftsweisende Bedeutung dieser Konstellation für die gesamte Branche besteht in der für Deutschland bisher einmaligen technischen und rahmenrechtlichen Zusammenarbeit zwischen dem Betreiber der BGA und dem Netzbetreiber Celle-Uelzen Netz GmbH zum beiderseitigen Vorteil. Ulrich Gerigk, Mitarbeiter von e2m und Mitinitiator dieses Projektes, wünscht sich, dass dieses Beispiel Schule macht: „Am Ende muss das System funktionieren. Biogasanlagen sind hochflexible Anlagen, denen im Zuge der Energiewende eine viel weitreichendere Rolle zukommt, als ihr durch die Politik bis dato zugestanden wird.“

Die Bioenergie Stoetze ist für die Zukunft bestens gewappnet. Eine hohe Flexibilität, die seitens des Direktvermarkters fahrplanoptimiert vermarktet und gefahren wird, weitreichende technische Fähigkeiten, die zusätzliche Leistung und Erlöse sichern, und die gute regionale Zusammenarbeit, die Akzeptanz durch und Unterstützung für die Region gewährleistet–so kann die Energiewende gelingen. Zeichenzahl inklusive Leerzeichen: 3.290

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